So ermitteln Sie die Modellnummer Ihrer Uhr
Bei Uhren ist die exakte Modell- oder Referenznummer entscheidend. Nur wenn diese Nummern genau übereinstimmen, können passende Ersatzteile oder Zubehörteile eindeutig zugeordnet werden. So vermeiden Sie Fehlbestellungen und stellen sicher, dass Glas, Band oder andere Komponenten wirklich zu Ihrer Uhr passen.
Die Referenznummer Ihrer Uhr finden Sie meist auf der Rückseite des Gehäuses. Da die Gravuren oft sehr klein sind, lohnt sich ein Blick mit der Lupe. Bitte schauen Sie genau hin: Ziffern und Buchstaben wie 0 und O oder 1 und I können leicht verwechselt werden. Auch kleine Details wie Bindestriche, Punkte oder Leerzeichen sind wichtig und sollten unverändert übernommen werden.
Weiter unten haben wir für einige Marken eine kurze Erläuterung zur Nummernstruktur zusammengestellt.
Falls Sie unsicher sind, schicken Sie uns einfach ein scharfes Foto von Vorder- und Rückseite Ihrer Uhr – wir helfen Ihnen gern weiter.
Uhren der FOSSIL-Gruppe (Fossil / Skagen (neue Referenzen) / Diesel / Armani / Michael Kors etc)
Die Referenznummern bestehen in der Regel aus 2-3 Buchstaben, gefolgt von einer vierstelligen Ziffernfolge
- Skagen (neuere Modelle!): z. B. SKW6216
- Fossil: z. B. FS4835, ME3099, ES3083
- Michael Kors: z. B. MK3197
- Emporio Armani: z. B. AR2453
- Diesel: z. B. DZ4318
Bei einigen Modellen existieren verschiedene Versionen; der Factory Code kann für die korrekte Teileauswahl entscheidend sein:
- Oft ein 6-Stelliger Zifferncode, z.B. 112303
- Sollte hinter dem Code ein Sternchen sein, so ist das ein Bestandteil des Codes!
Skagen Uhren mit alter Referenz
Vor Einführung der „SKW…“-Nummern nutzte Skagen oft Zahl-/Buchstabenkombinationen.
Bitte die Referenz genau wie graviert angeben (Groß-/Kleinschreibung, Bindestriche).
Typische Beispiele (nur zur Orientierung):
233XLTTN, 355SSGS, 858XLSLB
Was diese Blöcke häufig bedeuten (modellabhängig):
- Basismodell: 233 / 355 / 18 / 433 /...
- Größe/Form: XS / S / L / XL
- Material: SS (Edelstahl), TI oder T/TN (Titan)
- Bandhinweis: SLB (Lederband, oft schwarz), SSB (Stahlband)
- Farb/Finish-Kürzel: z. B. RG (Rosé), G (Gold), BL (Blau), BK (Schwarz)
Bitte die Modell-/Referenznummer exakt wie graviert angeben (Groß-/Kleinschreibung, Bindestriche). Die Kürzel waren bei Skagen nicht immer einheitlich – entscheidend ist, was auf Ihrem Rückdeckel steht.
Achtung: Ähnlich wirkende Nummern sind nicht identisch; Teile passen dann oft nicht.
Beispiele:
- 233XXL ≠ 233XL
- 355XS ≠ 355S
Bänder & Befestigung:
Bei einigen Serien wurde die Bandbefestigung im Laufe der Produktion geändert (zunächst Federstege, später Schraubbänder). Diese Varianten sind untereinander nicht kompatibel – das gilt auch für Ersatzbänder.
Damit wir richtig prüfen können, senden Sie und im Zweifel bitte:
- Referenz 1:1 abgelesen vom Rückdeckel
- Foto der Rückseite (Gravur scharf)
- Nahfoto der Bandanstoß-/Befestigung (sichtbar, ob Federsteg oder Schraube)
Casio-Uhren
Wichtig für Ihre Anfrage: Bitte nennen Sie immer den Modellcode vollständig (inkl. Teile hinter dem Bindestrich) und die Modul-Nr. vom Gehäuseboden (4-stellig im kleinen Rahmen).
Falls etwas fehlt oder Sie Zweifel haben: Front- & Rückseiten-Fotos mitschicken.
Allgemeiner Aufbau der Nummern (häufiges Schema)
Beispiel: GA-2100-1A1ER
Struktur:
- Serienpräfix (Buchstaben) – z. B. GA, DW, EFV
- Familiennummer (Ziffern) – z. B. 2100, 5600, 556
- (optional) Zwischenbuchstabe/Revision – z. B. E
- Farb-/Bandcode (nach dem Bindestrich) – z. B. -1A1, -2A2
- Regionssuffix (oft am Karton) – z. B. ER, JF, CR
Modul-Nr. (separat): Vier Ziffern im Rahmen auf dem Boden, z. B. 5611
Sie kennzeichnet das Uhrwerk/Bedienlogik, nicht die Gehäusefamilie.
Tipp: Groß-/Kleinschreibung, Bindestriche und 0 (Null) vs. O (Buchstabe) genau übernehmen. Suffixe stehen nicht immer auf dem Rückdeckel – Fotos helfen.
G-Shock
Typische Präfixe:
- DW (digital)
- GA/GA-B (ana-digi, teils Bluetooth)
- GW (häufig Funk+Solar)
- GBD (Bluetooth/Training)
- GAW (größer)
Beispiele: DW-5600E-1V, GA-2100-1A1, GA-B2100-1A, GW-M5610-1.
Für die Anfrage: Modellcode + Modul-Nr.; Suffixe (-1A1, -7A) zeigen Farb-/Bandvariante.
Baby-G (inkl. G-MS)
Präfixe:
- BG (digital)
- BA/BGA (ana-digi)
- MSG (G-MS, Metall, oft Solar).
Beispiele: BA-110-7A1, BGA-150-1B, BG-169R-7E, MSG-S200G-7A.
Hinweis: Modul-Nr. ergänzen (z. B. 5627). Suffix = Variante.
Edifice
Präfixe:
- EF/EFV/EFR/EFS (Quarz)
- EQB/ECB (Bluetooth)
- ERA (ana-digi)
Beispiele: EFV-100D-1A, EFR-556DB-1AV, EQB-1100D-1A.
Faustregeln:
- Mittelblock (556) = Familie
- Buchstaben wie D/DB/L deuten oft auf Band (Stahl/Leder).
- Nach dem Bindestrich: Farb-/Variante.
- Modul-Nr. bitte angeben.
Vintage / Classic
Linien: F- / A- / W- (digital), „Databank“ DB.
Beispiele: F-91W-1, A168WA-1, A158WA-1, W-800H-1AV, DB-36-1A.
Hinweis: Suffixe (-1, -1AV, WA) geben Farbe/Band an. Modul-Nr. wichtig (z. B. 593).
Pro Trek
Präfixe: PRG (Triple Sensor, oft Solar), PRW (zusätzlich Funk), PRT (ältere Linien).
Beispiele: PRG-270-1, PRW-3000-1A, PRW-6600Y-1A.
Hinweis: Mittelblock = Familie/Generation; nach Bindestrich Farb-/Bandcode. Modul-Nr. angeben.
Oceanus
Präfix: OCW (Titan/Metall, Premium, oft Funk+Solar/Bluetooth).
Beispiele: OCW-T200-1A, OCW-S100-1A.
Hinweis: Buchstaben nach OCW kennzeichnen Serie (T, S …), Zahlen die Familie; Suffix = Farbe/Band. Modul-Nr. ergänzen.
Wave Ceptor (Funk)
Präfixe: WV/WVA/WVQ (digital bzw. ana-digi mit Funk).
Beispiele: WV-200DE-1A, WVQ-M410DE-1A.
Hinweis: Buchstaben wie M/Q verweisen teils auf Solar/ana-digi. Modul-Nr. mitschicken.
Casio Standard (Analog/Dress)
Präfixe: MTP (Herren analog), LTP (Damen analog), dazu z. B. AE/MDV/AMW.
Beispiele: MTP-1302PD-1A1, LTP-V002L-7B, AE-1200WH-1A, MDV-106-1A.
Hinweis: Mittelblock = Familie; nach Bindestrich Farb-/Bandcode (z. B. PD=Stahlband, L=Leder – je nach Serie). Modul-Nr. bitte nennen.
Was wir idealerweise von Ihnen brauchen
- Modellcode komplett (inkl. Teil hinter dem Bindestrich)
- Modul-Nr. (4-stellig im Rahmen auf dem Boden)
- Falls Suffix/Etikett fehlt: Fotos von Front & Rückseite oder kurze Beschreibung (z. B. oranges Band, blaues Gehäuse, schwarze Stahlschließe, invertiertes Display)
- Damit können wir das passende Teil (z. B. Glas/Lünette/Band) schnell und treffsicher zuordnen.
BERING-Uhren
BERING verwendet meist eine Struktur aus fünf Ziffern – drei Ziffern:
Beispiel: 11927-000, 14240-303
- Erster Block (5-stellig): Modell-/Designfamilie (Form/Größe der Serie)
- Zweiter Block (3-stellig): Variante (Kombination aus Gehäuse-/Zifferblatt-/Bandfarbe bzw. Bandart)
Wichtig: Der zweite Block entscheidet häufig über Farbton, Bandtyp und Finish – für Glas-, Band- und Ersatzteilfragen ist er deshalb zwingend erforderlich.
Wo finde ich die Nummer?
- Rückdeckel: Gravur im äußeren Bereich oder mittig
- Etikett/Box: Aufkleber mit gleicher Referenz (nützlich, wenn die Gravur schwer lesbar ist)
Beispiele (zur Orientierung):
- 11927-000 – Modellfamilie 11927, Variante „000“
- 14240-303 – Modellfamilie 14240, Variante „303`
(Die konkrete Bedeutung der Variantencodes variiert je Modell; sie legen i. d. R. Farbe/Band fest.)
Seiko-Uhren
Aufbau der SEIKO-Kennungen (zwei Codes sind ideal)
- Modellreferenz – z. B. SRPD55, SNE039, SSC717, SPB143
- Gehäuse-/Kalibercode auf dem Boden – z. B. 4R36-07G0, V157-0AD0, 7S26-0020
Warum beide? Die Modellreferenz beschreibt die Serie/Variante; der Gehäuse-/Kalibercode entscheidet über passende Teile und Maße (z. B. Glas, Lünette, Bandanstoß).
Wo finde ich die Nummern?
- Rückdeckel (Caseback): 4-stellige Kaliber-Nr. + Bindestrich + 4-stelliger Gehäusecode (z. B. 4R36-07G0).
- Modellreferenz: Auf Etikett/Karton; häufig auch im Handelstext genannt (z. B. SRPD55).
Optional hilfreich: Kleiner Zifferblatt-/Dial-Code bei 6 Uhr (zur Feinidentifikation; Foto genügt).
Typische Präfixe (nur Orientierung)
- Mechanisch / Auto: SNK, SKX, SRP, SRPD, SRPE, SPB, SRQ
- Solar Quarz: SNE (3-Zeiger), SSC (Chronograph)
- Kollektionen: Prospex oft SPB/SBDC/SRPE/SLA, Presage oft SRP/SSA/SPB, Seiko 5 Sports oft SRPD/SRPE
Diese Kürzel sind nicht normiert – maßgeblich ist immer der Gehäuse-/Kalibercode auf dem Boden.
Regions-/Versionszusätze
Suffixe wie K1/J1 bezeichnen Markt/Version (z. B. SRPD55K1). Für Teile ist der Gehäusecode wichtiger; Suffixe können aber Zifferblattdruck/Band unterscheiden.
Beispiele
- SRPD55 + Caseback 4R36-07G0
- SNE039 + Caseback V158-0AE0
- SKX007 + Caseback 7S26-0020
→ Für Anfragen bitte Modellreferenz + Caseback-Code nennen.
Häufige Stolperfallen
- Nur die Modellreferenz zu nennen (z. B. SRPD55) reicht für Ersatzteile oft nicht – der Caseback-Code legt Glas/Lünette/Endlinks fest.
- Sehr ähnliche Referenzen (z. B. SRPD55 vs. SRPD57) können andere Varianten haben.
- J1/K1 unterscheiden sich u. U. im Aufdruck/Package; Teilekompatibilität richtet sich nach dem Gehäusecode.
Bänder & Endlinks bei SEIKO
- Viele Modelle nutzen gehäusespezifische Endlinks – gleichbreite Bänder sind nicht automatisch kompatibel.
- Für Band-/Endlink-Anfragen helfen:
- Caseback-Code (z. B. 4R36-07G0)
- Bandbreite (mm) am Anstoß
- Foto vom Bandanstoß (zeigt Form/Federsteg) und der Schließe
Citizen-Uhren
Bitte geben Sie die Modellnummer exakt an (Groß-/Kleinschreibung, Bindestriche). Verwechseln Sie 0 (Null) nicht mit O (Buchstabe). Handelsnamen wie „Eco-Drive Classic“ ersetzen keine Referenz.
Zwei Angaben sind ideal:
- Modellreferenz (z. B. BM7100-59E, AW1231-07A, AT8020-54L)
- Kaliber-Nummer vom Rückdeckel (z. B. Cal. E111, H804)
Auf vielen Böden steht zusätzlich ein Gehäuse-/Case-Code (z. B. H500-xxxx). Wenn vorhanden, bitte mit angeben – er hilft bei Glas/Band/Endlink-Zuordnung.
Aufbau der CITIZEN-Modellreferenz (häufiges Schema)
Beispiel: BM7100-59E
- Präfix (Buchstaben): Hinweise auf Linie/Ausstattung (z. B. BM/AW 3-Zeiger Eco-Drive, AT/CB Funk/Bluetooth, CA Chronograph, BN Promaster 3-Zeiger).
- Familiennummer (Ziffern): Gehäuse-/Modellfamilie (z. B. 7100).
- Block nach dem Bindestrich: Band-/Ausführungsvariante (z. B. -59 = Metallband, -07 = Leder – modellabhängig).
- Endbuchstabe(n): Zifferblatt-/Farbvariante (z. B. E = schwarz, L = blau, A = hell/silber – je nach Serie).
Die Zuordnung der Varianten ist serienabhängig. Für Ersatzteile ist die vollständige Referenz wichtig, nicht nur der erste Block.
Beispiele (zur Orientierung)
- BM7100-59E – 3-Zeiger Eco-Drive, Metallband, dunkles Blatt
- AW1231-07A – 3-Zeiger Eco-Drive, Lederband, helles Blatt
- AT8020-54L – Funk/Solar Chrono, Metallband, blaues Blatt
(Beispiele dienen der Struktur; konkrete Bedeutungen der Endcodes variieren je Serie.)
Boccia-Uhren
Bitte geben Sie die Modellnummer exakt an (Bindestrich, Ziffernfolge). Handelsnamen wie „Ceramic“ oder „Titan“ reichen nicht – entscheidend ist die vollständige Referenz.
Aufbau der BOCCIA-Referenz
Meist 4 Ziffern – 2 Ziffern:
- Beispiel: 3589-07, 3309-01, 3243-02
- Erster Block (4-stellig): Modell-/Gehäusefamilie
- Zweiter Block (2-stellig): Variante (Farb-/Bandausführung, Finish)
Wichtig: Die Variante steuert oft Farbton (z. B. IP-black, rosé) und Bandtyp. Für Glas- und Bandfragen ist der zweite Block zwingend.
Hinweis zu Bändern / Nummern
Im Normalfall sind die Bänder innerhalb einer Modellfamilie kompatibel (z. B. alle 3161-Bänder passen an alle 3161-Uhren). Die Bänder unterscheiden sich jedoch in der Breite.
Wenn Sie ein schmaleres Band wählen, weil das breite nicht verfügbar ist, denken Sie bitte daran, eine passende Schließe mitzubestellen – Schließen sind nicht im Lieferumfang der Ersatzbänder enthalten.